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Kinder / Babys

Die Behandlung von Kindern, speziell von Kleinkindern und Babys, ist ein eigenes Thema. Sehr groß ist die Bandbreite an Indikationen für eine osteopathische Behandlung bei Säuglingen und Kindern. Für ausführliche Informationen zur osteopathischen Kinderbehandlung besuchen Sie unsere Seite:

www.kinderosteopathie-wuerzburg.de

Indikationsbeispiele, bei welchen die Osteopathie helfen kann:

  • bei Schädel- und Gesichtsverformungen
  • als Geburtsfolge
  • bei KISS-Syndrom und anderen Symmetrie-Störungen
  • Skoliosen
  • Hüftdysplasien
  • Verdauungsstörungen
  • bei Spuck- und/oder Schreikindern
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Lern- und Konzentrationsstörungen
  • bei Hyperaktivität
  • in der Begleitung von Kindern mit Behinderungen
  • begleitend in der kieferorthopädischen Behandlung (Zahnspangen)

 

Säuglingsosteopathie

Es gibt Schätzungen, nach denen 75% aller Säuglinge unter einem anatomischen Geburtstrauma leiden. Dazu gehören alle Kinder,

- die durch Kaiserschnitt entbunden werden

- deren Mutter eine Periduralanästhesie bekommen hat

- deren Mutter in der Schwangerschaft wehenhemmende oder -fördernde Mittel bekommen hat

- die deutlich zu früh oder nach dem Geburtstermin geboren werden

- die mit Hilfsmitteln (Zange, Glocke) geholt werden

- nach Alkohol- oder Drogenmissbrauch in der Schwangerschaft

Natürlich kann es auch unter einer “normalen” Geburt zu einem Geburtstrauma kommen. Bei seinem Weg durch das mütterliche Becken muß sich der Körper des Säuglings, vor allem der Kopf, den Engstellen anpassen. Die Schädelknochen bestehen jetzt noch aus einzelnen Knorpelfragmenten, die erst später zu den endgültigen Knochen fusionieren. Diese Knorpelfragmente schieben sich während des Geburtsvorganges übereinander und “entfalten” sich in der Säuglinsphase wieder. Wichtige Unterstützung für diesen Vorgang bilden dabei das Schreien eines Kindes und die Saug- und Schluckvorgänge während des Stillens (das ist übrigens auch ein wichtiger Faktor für die Rückbildungszeit der Mutter!). Daher ist das Stillen so wichtig, nicht nur in immunitärer Hinsicht! Wird ein Kind nicht gestillt, verweigert es das Stillen, trinkt es nur auf einer Seite, etc., kann die Rückbildung der Knorpelfragmente in ihre ursprüngliche Position zum Teil oder ganz gestört sein - das Geburtstrauma bleibt!

Ähnlich verhält es sich mit dem Schreiverhalten eines Kindes. Ein augenscheinlich “braves” Kind, das nie schreit und nur schläft, kann ebenso unter einem Trauma leiden wie ein Kind, das dauernd schreit und durch das Schreien versucht, die Rückbildung der Knorpelfragmente zu unterstützen. Natürlich kann ein dauerhaftes Schreien auch pathologische Ursachen haben, daher sollte in solchen Fällen immer erst der Schulmediziner aufgesucht werden. Findet der aber nichts, sollte das Kind osteopathisch auf funktionelle Störungen hin untersucht und behandelt werden.

Nachdem ein Säugling anatomisch gesehen kein kleiner Erwachsener ist, sollte er auch nicht so behandelt werden! Leider hört man immer wieder von Fällen, in denen Osteopathie-Kollegen chiropraktisch manipulativ bei Kleinkindern aktiv werden. Aus meiner Sicht unverantwortlich!

 

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Da der Verband der Osteopathen Deutschland um die speziellen Behandlungsanforderungen bei Säuglingen und Kleinkindern weiß, vergibt er seit 2011 ein spezielles Qualitätsmerkmal, das nur Osteopathen erhalten, die ihre mehrjährige Behandlungserfahrung und eine bestimmte Anzahl an Fortbildungen im Kinderbereich nachweisen können. Um dieses Qualitätsmerkmal dauerhaft führen zu dürfen, muss die kontinuierliche Weiterbildung im Bereich der Kinderosteopathie regelmässig nachgewiesen werden. Ich führe dieses Qualitätsmerkmal seit 2011.

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