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Kompensation

Das oberste Ziel in der Osteopathie ist das Wiederherstellen einer bestmöglichen Kompensationsfähigkeit des Körpers. Eine gute Kompensationsfähigkeit ist ein Grundbaustein für Gesundheit.

Dafür muss zunächst einmal eine sehr wichtige Frage in der Medizin geklärt werden: Was ist Gesundheit?

Laut Verfassung der WHO wird Gesundheit definiert als “Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, der sich nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung auszeichnet.” Wenn also jemand erkältet ist und sich nicht wohlfühlt, dann ist er nicht gesund, obwohl sein Körper genau mit den Massnahmen auf den Infekt reagiert, die er braucht, um das unerwünschte Virus zu bekämpfen. Der Körper reagiert absolut korrekt, wird aber als nicht gesund bezeichnet.

Für mich als Osteopathen ist Gesundheit gleichzusetzen mit der Fähigkeit des Körpers, adäquat auf die auf ihn einwirkenden Kräfte und Einflüsse jeglicher psychischer und physischer Art (mechanisch, thermisch, chemisch, viral, bakteriell, etc.) zu reagieren und sie zu kompensieren mit dem Ziel des Bestzustandes von:

Ökonomie - Komfort - Gleichgewicht

 

 

Solange er zu zu dieser Reaktion und Kompensation fähig ist, bleibt er gesund - kann er es nicht mehr, entsteht Krankheit. Beispiel: Jemand hat einen anatomischen Beinlängenunterschied, dazu eine S-Skoliose (seitliche Wirbelsäulenverkrümmung); ausserdem leidet er unter Heuschnupfen und wurde schon ein- oder mehrere Male operiert; dazu kommt ein Autounfall mit einem leichten Schleudertrauma vor ein paar Jahren; jetzt hat derjenige vielleicht seinen Arbeitsplatz verloren - bis hier konnte der Organismus alles noch ganz gut kompensieren, d.h. die Person ist subjektiv weitgehend beschwerdefrei. Zu diesem Zeitpunkt bekommt er einen Infekt, er muss niesen und dreht sich dabei zur Seite - und das kann der Tropfen sein, der das Fass zum überlaufen bringt: erst ein Hexenschuss, dazu ständige Kopfschmerzen, vielleicht eine beginnende Stress-Inkontinenz, Schmerzen in der Hüfte, etc. Der Körper kann die vielen Stellen, an denen er zu hohe oder zu niedrige Spannungen ausgleichen muss, nicht mehr kompensieren.

Hier greift die Osteopathie ein. Es geht nicht darum, den Hexenschuss oder die Kopfschmerzen zu heilen, sondern den Körper so zu unterstützen, dass er wieder besser kompensieren kann, denn damit wird die Selbstregulation bzw. Selbstheilung gefördert.

Bitte beachten Sie, dass oben genanntes Beispiel stellvetretend für unzählige andere Fälle steht und der geschilderte Ablauf lediglich der besseren Verständlichkeit dient.

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